Alles was notwendig ist, damit ein Patient wieder etwas „selbst tun“ kann, ist für den Ergotherapeuten von Interesse. Ergotherapie geht davon aus, dass das Aktiv-Tätig-Sein ein menschliches Grundbedürfnis ist und eine therapeutische Wirkung hat. Durch eigene Aktivitäten kommuniziert man mit seiner Umwelt. Ergotherapeuten behandeln mit und durch Aktivitäten des Patienten. Das Erreichen einer selbstständigen Aktivität des Patienten ob in Selbstversorgung, Haushalt, Freizeit und Beruf steht im Mittelpunkt der Behandlung.

Der Patient erhält daher während seiner Aktivitäten in der Behandlung ständig Rückmeldungen über seine Leistungsfähigkeit, lernt eigenen Bedürfnissen wieder selbstständig nachzukommen und seine Fähigkeiten selbst einzuschätzen und einzusetzen. Hierzu dienen folgende Therapieformen.

  • Funktionstraining (Motorik, Sensibilität, Kraft)
  • Handtherapie
  • Narbenbehandlung
  • Paraffin-Anwendungen der Hände
  • Schienenbau
  • Therapie in Anlehnung an das Spiraldynamik-Konzept
  • Förderung/Training physiologischer Bewegungsabläufe (Muskeltonus, Motorik, Koordination, Gleichgewicht)
  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Hirnleistungstraining
  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)
  • Therapie in Anlehnung an das F.O.T.T.-Konzept
  • Fazialisparesetraining
  • Handwerkstechniken (Peddigrohr, Seidenmalerei, Makramee, Ton, Speckstein, Holz- und Laubsägearbeiten)